Montag, 23. August 2010

Ein fast perfekter Tag

Heute hatte ich etwas besonderes mit meinem TAZZARI ZERO vor, ich wollte zum Gleitschirmfliegen nach Grindelwald fahren. Werde ich den ganzen Weg von 110 km mit einer Batterieladung und erst noch dem vollen Kofferraum schaffen?








Bis Grindelwald war ich jedenfalls gekommen. Der Gleitschirmsack ist schon gross, oder?












Mit der Firstbahn ging es zuerst in die Höhe auf 2200 m













Hier ist mein Lieblingsstartplatz. Hier fliege ich schon seit 23 Jahren. Jedes mal wieder ein besonderes Erlebnis. Die Aussicht ist einfach traumhaft, oder?










Am Startplatz ist heute viel Betrieb, aber in der Luft wird sich das dann schon verteilen.












Ja, ich habe den Startplatz überhöht Es sind immer noch Kollegen am starten.











Das Schreckhorn sieht von hier oben schon fast flach aus.











Nach 2 Std Flug schaue ich mal nach ob der TAZZARI noch auf dem Parkplatz steht. Als ganz kleiner Punkt ist er zu sehen. Wer sieht Ihn schon?









Sicher gelandet freue ich mich schon auf die Rückkehr. Wird die Batterie für den Rückweg reichen? Ich packe den Gleitschirm und mache mich auf den Weg zum Fahrzeug. Dort angelangt drücke ich die Fernbedienung und blinkend öffnet sich die Zentralverriegelung, ich öffne die Türen um die Hitze aus dem Fahrzeug zu lassen. Damit noch mehr frische Luft hinein kommt stecke ich den Schlüssel ein, drehe und ........ was ist denn das? Keine Anzeige der km, kein Licht? Nichts rührt sich. Ich steige aus und zufällig kommt ein Gleitschirmkollege vorbei der mich zu einer Werkstatt schiebt bei der jemand gerade noch arbeitet. Ich stecke den Stecker dort ein und alles ist OK. Die Batterieanzeige steht bei 50%. Die Fenster lassen sich öffnen, aber nur solange funktioniert alles bis ich den Stecker wieder ausziehe. Der freundliche Herr der Werkstatt gibt mir einen Kreuzschraubenzieher. Ich kontrolliere allle Sicherungen. Alles ist OK. Dann rufe ich dem Importeur an, an einem Samstag, dieser hat noch die Idee, dass vielleicht eine Feinsicherung defekt sein könnte. Ich finde diese und kriege vom freundlichen Herrn der Werkstatt sogar ein Prüfgerät. Alle Sicherungen waren aber OK. Nun sind alle Ratlos und ich sitze hier in Grindelwald. Mir bleibt nur noch dem TCS (Pannenhilfe Schweiz) anzurufen. Diese schicken mir ein Pannenhelfer, der hat aber noch nie ein Elektroauto gesehen. Also Wagen wieder auf den Parkplatz schieben. Schutzhülle darum und mit dem Zug heim.

Also ein fast perfekter Tag, ich vermisse den TAZZARI schon jetzt.

Samstag, 14. August 2010

Die ersten 1000 km mit dem TAZZARI ZERO

Ohne Probleme überschritt ich heute die 1000 km Grenze.
Somit habe ich jetzt genügend Daten um meine Anforderung an ein Elektrofahrzeug die ich mir ja in einem vorherigen Eintrag setzte zu vergleichen.
Die waren ja:
  • Anforderung 1: Reichweite: 70-80 km
  • -> Ich legte schon eine Distanz mit einer Ladung von 109 km zurück. Ich habe aber die Batterie noch nie leer gefahren.
  • Anforderung 2: Maximale Geschwindigkeit : 80 km/h
  • -> Gemessen habe ich mit meinem GPS eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Dann kommt die automatische Strombegrenzung.
  • Anforderung 3: Energierückgewinnung (Rekuperation)
  • -> Die Energierückgewinnung ist sehr effizient. Auf meinem Arbeitsweg der 500 m hinauf und 500 m hinab geht, brauche ich nie zu bremsen und der Energieverbrauch ist nur unwesentlich grösser als bei einer vergleichbaren Fahrt in der Ebene.
  • Anforderung 4: Schutz gegen Wind, Regen und Kälte
  • -> Das Fahrzeug ist überhaupt nicht Windempfindlich. Bei Regen gibt es noch ein Problem. Hier arbeitet der Lieferant daran. Für kältere Temperaturen gibt es eine kleine Heizung. Um dieses zu beurteilen braucht es noch kältere Temperaturen.

  • Anforderung 5: Wintertauglich
  • -> Das Fahrzeug besitzt einen Regen und Schnee Modus. Hier werde ich dann im Winter sicher meine Erfahrungen machen.
Meine Anforderungen werden somit bis jetzt voll erfüllt.
Der oft kritisierte Lärmpegel im Innern des Fahrzeugs ist gegenüber der Vorserie weiter verbessert worden. Natürlich hört man deutlich Geräusche, aber irgendwie macht es Spass den Motor und das Getriebe beim Beschleunigen und Verzögern zu hören.

Übrigens, die 4 Modus Tasten lassen sich wunderbar wie ein Tempomat verwenden.

Grün geht bis max. 60 km/h
Blau geht bis max. 70 km/h
Gelb geht bis max. 80 km/h
Rot geht bis max. 100 km/h

Wird also in voller Fahrt bei 80 km/h die grüne Taste gedrückt, denn rekuperiert das Fahrzeug die Energie in die Batterien und verzögert auf 60 km/h ohne dass die Bremsen verwendet werden müssen.

Besonders bei Bergab fahren kann so ohne Bremsen die richtige Geschwindigkeit gehalten werden.

Übertreibt man und will Bergab bei starkem Gefälle von 80 km/h zu schnell die Geschwindigkeit reduzieren, dann kann durch die Strombegrenzung ein Ruckeln entstehen.

Ich machte die Erfahrung bei starkem Gefälle frühzeitig leicht vom Gas zu gehen und die Modus Tasten nicht so wie in der Ebene einzusetzen, sondern eher gefühlvoll mit dem Gaspedal zu arbeiten.

Wie steht es jetzt aber mit dem Energieverbrauch für meinen Arbeitsweg, wie ich dies in einem früheren Eintrag berechnete?

Damals berechnete ich die gesamte theoretische Energie für meinen Arbeitsweg von 62 km (hin und zurück) mit 9 - 10 kWh (ohne Bergab Fahrt ) für ein Fahrzeug von 950 kg

Welchen Verbrauch habe ich jetzt wirklich?

Bis jetzt verbrauchte ich für meinen 62 km langen Arbeitsweg im Minimum 7,75 kWh und im Maximum 8.5 kWh (Steckdose)

Das Gewicht des TAZZARI ZERO mit mir an Bord ist ca. 640 kg.

Meine Erwartungen an den Energieverbrauch wurden auch hier voll erfüllt.

TAZZARI fahren macht Spass.
Heute fragte mich ein Ehepaar aus Kanada, ob Sie ein Bild vom TAZZARI ZERO machen dürfen, denn ein solches Auto hätten Sie noch nie gesehen. Sie interessierten sich sehr und am Ende gratulierten diese mir noch und wünschten mir alles Gute.

Positiv auffallen macht doch mehr Spass als mit einem aufgemotzten, lärmenden und stinkenden Auto herumzufahren.

Sonntag, 8. August 2010

TAZZARI ZERO Übergabe und die ersten Erfahrungen


My first impression

Since 05.08.2010 I have my own TAZZARI ZERO. Since then I drove more than 400 km and this day I made a tour to the Lake of Thun.


Am 05.08.2010 durfte nun endlich meinen eigenen TAZZARI ZERO beim Schweizer Händler ivolt abholen.



Problemlos legte ich bereits über 400 km zurück.
Mein täglicher Arbeitsweg von 62 km wird richtig zum Spass.

Heute machte ich einen kleinen Ausflug an den Thunersee



bei dem es problemlos 593 m hinauf ging.



Die Belohnung war die schöne Aussicht.
Leider sind die höheren Berge im Nebel.